Leuchtschrift

XING – das B2B Netzwerk für Unternehmen

In unserem Leuchtschrift Post im Februar haben wir bereits das internationale Business Netzwerk LinkedIn vorgestellt. Nun möchten wir auch das Pendant für den DACH-Markt Xing genauer unter die Lupe nehmen und geben Tipps, wie das B2B Portal als Teil einer Social Media Strategie in der Unternehmenskommunikation sinnvoll genutzt werden kann.

Xing Netzwerk

Xing oder Linkedin? Das ist hier die Frage!

Ob nun XING oder LinkedIn der geeignetere Kanal für die private Karriereplanung ist – hier scheiden sich die Geister. Eines aber steht fest: Beide Kommunikationsplattformen bieten Unternehmen sehr gute Möglichkeiten, Unternehmensziele zu unterstützen und ein reichweitenstarkes Netzwerk aufzubauen. Während LinkedIn vor allem international wächst, verbucht XING für den deutschsprachigen Raum die größten Mitgliederzahlen. Derzeit sind über 10 Millionen Mitglieder registriert – Tendenz steigend. Warum aber sollte ich als Unternehmen bei XING vertreten sein?

Mit Xing können Unternehmen:

  • Ein Unternehmensprofil anlegen, um sich (potenziellen) Mitarbeitern und Geschäftspartnern vorzustellen
  • Anhand von Schlagwörtern gezielt nach geeigneten Bewerbungskandidaten für das eigene Unternehmen suchen
  • Unternehmensneuigkeiten bekanntgeben und Stellenanzeigen verbreiten
  • In Fachgruppen Wissen austauschen sowie Business-Ideen teilen oder entwickeln

Auf los geht’s los – die ersten Schritte auf Xing

Vorab gilt: Jeder Social Media Kanal braucht einen Administrator, der die Seite regelmäßig betreut. Sei es für redaktionelle Inhalte, für Aktualisierungen von Unternehmensinformationen und Bildern oder für die Kontaktpflege zu Abonnenten und Mitgliedern. Sinnvoll ist auch, vorab Social Media Guidelines im Unternehmen zu definieren und sich gegebenenfalls auch hinsichtlich rechtlicher Fragen entweder durch die Rechtsabteilung im eigenen Unternehmen oder erfahrene Social Media Profis zu informieren. Sobald die Basics geklärt sind, kann es losgehen:

  • Steckbrief, Kontaktdaten und Logo einsetzen

Diese Infobox erscheint als Übersicht am rechten Seitenrand. Durch die Eingabe der Adresse pflegt das System den Unternehmenssitz auch gleichzeitig in Google Maps ein.

Xing Flutlicht Steckbrief Kontakt

  • Impressum angeben

Für gewerbliche Nutzer ist die Angabe eines Impressums Pflicht. Das gilt auch für andere Kanäle wie Facebook, Google+ und Co. Bei XING erscheint es ganz oben unter der Rubrik „Über uns“.

  • „Über uns“ – Das eigene Unternehmen präsentieren

Neben der Infobox gibt es unter dem Reiter „Über uns“ noch die Möglichkeit, das eigene Unternehmen individuell darzustellen. Entweder kurz und informativ oder auch mit einer kleinen Unternehmensgeschichte. Bei den Bezahlversionen (Business-Seite Professional sowie Employer Branding-Profil) können auch Bilder und Videos in die Präsentation eingebunden werden.

Xing Flutlicht Profil

  • Neuigkeiten

Dieser Bereich ist das Herzstück der XING-Kommunikation. Hier können Unternehmen über Aktuelles berichten, zum Beispiel auf kürzlich erschienene Pressemeldungen verlinken, auf den eigenen Corporate Blog verweisen oder Newsletter veröffentlichen.

Xing Flutlicht Neuigkeiten

  • Mitarbeiter und Abonnenten

Sobald die Mitarbeiter eines Unternehmens ihren Arbeitgeber im privaten Profil angeben, erscheinen sie in der automatisch generierten Mitarbeiterliste. Das gibt dem Unternehmen noch einmal ein authentischeres und persönlicheres Bild, da Menschen hinter dem Namen erscheinen. Jedoch sollte jedes Unternehmen darauf achten, dass ihre Mitarbeiter den Firmennamen auch mit der korrekten Schreibweise und ohne Abkürzungen angeben. Andernfalls wird der Mitarbeiter nicht in der Liste angezeigt. Natürlich können auch externe Interessenten die Seite abonnieren und bleiben so immer up-to-date.

Xing Flutlicht Mitarbeiter

Fachgruppen – Wissen teilen

Kommunikation auf XING findet vor allem auch in den zahlreichen Fachgruppen zu unterschiedlichen Themengebieten statt. Hier haben Unternehmen die Möglichkeit, sich mit ihrem Fachwissen als Experten zu positionieren. Damit werden sie nicht nur als attraktiver Arbeitgeber, sondern auch als kompetenter Geschäftspartner wahrgenommen. Und die regen Diskussionen mit anderen Mitgliedern liefern Denkanstöße für neue Businessideen. Natürlich können Unternehmen auch selbst eine Gruppe zu einem spannenden Thema eröffnen.

Xing Fachgruppen

Xing Business-Seiten für Marketing und Vertrieb

Dient der Unternehmensauftritt auf Xing vor allem der Vertriebs- und Marketingunterstützung, stehen zwei alternative Business-Profile zur Wahl. Wer sich zunächst langsam an die Materie herantasten will, ist mit einer kostenfreien Xing Business-Seite Standard gut beraten. Hiermit gibt es schon einige Möglichkeiten, zum Beispiel die „Über uns“-Seite, das Einstellen von Neuigkeiten sowie aktuellen Stellenanzeigen (kostenpflichtig via Xing JobManager) und eine automatisch generierte Mitarbeiterliste.

Die Professional-Version ist kostenpflichtig und kostet zur Einführung 149 Euro pro Monat. Der reguläre Preis der Seite beträgt 199 Euro pro Monat. In diesem Preis inbegriffen ist ein Budget für den XING AdManager im Wert von 50 Euro, um die Unternehmensseite zu bewerben. Zudem können bis zu zehn Editoren hinzugefügt werden, die die Besucher und Follower der Business-Seite uneingeschränkt sehen können.

Es ist übrigens möglich, mehrere Business-Seiten anzulegen, z. B. wenn ein Unternehmen über mehrere umfangreiche Produktgruppen oder Marken verfügt.

Xing selbst bietet zu den beiden Alternativen einen guten Überblick sowie ausführliche FAQs – unter anderem auch zum Unterschied zwischen Business-Seiten und Employer Branding Profilen.

Xing Employer Branding Profil – das Unternehmen als Arbeitgeber

Während die Xing Business-Seiten dazu dienen, die Produkte und Dienstleistungen eines Unternehmens zu präsentieren und bei Marketing- und Vertriebsaktivitäten zu unterstützen, ist das Employer Branding-Profil insbesondere für Unternehmen lukrativ, die über XING gezielt Recruiting betreiben und sich umfassend als glaubwürdiger und attraktiver Arbeitgeber präsentieren wollen. Denn neben einer ausführlichen Unternehmenspräsentation können auch Arbeitgeberbewertungen gespiegelt werden. Wie das funktioniert? Das Employer Branding-Profil ist mit kununu, dem größten Arbeitgeber-Bewertungsportal im deutschsprachigen Raum, verknüpft. Bewertungen durch (ehemalige) Mitarbeiter sind also direkt auf dem XING-Profil sichtbar. Und durch die doppelte Präsenz auf beiden Plattformen (kununu und XING), wird auch gleichzeitig die Sichtbarkeit im Netz gesteigert. Allerdings ist solch eine Seite recht kostspielig: Je nach Unternehmensgröße ab ca. 400 Euro aufwärts.

Auch zum Employer Branding Profil bietet Xing gutes Informationsmaterial.

Fazit

Wie auch LinkedIn kann XING ein nützlicher Bestandteil einer übergeordneten Content Strategie im Unternehmen sein. Wer seine Zielgruppe vor allem im DACH-Markt identifiziert, findet mit XING einen reichweitenstarken B2B Social Media Kanal. Empfehlenswert ist hierbei, Inhalte nicht nur regelmäßig einzupflegen, sondern auch stets zu prüfen: ist der Beitrag für meine Community interessant? Ist er verständlich und zielgruppengerecht aufgearbeitet? Spiegele ich damit plattformübergreifend ein kohärentes Bild meines Unternehmens? Ein einheitliches und professionelles Auftreten in den sozialen Medien ist schließlich der Schlüssel zum Erfolg für eine durchdachte Social Media Strategie.

Habt Ihr Kommentare zu diesem Thema oder möchtet Ihr Eure Erfahrungen teilen? Dann kommentiert gerne direkt hier unter dem Post!

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