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Arbeitgebermarke: Grundlagen des internen und externen Employer Brandings – Teil 1

Durch den anhaltenden Fachkräftemangel ist das Thema Employer Branding in aller Munde. Es beschäftigt nicht nur die Kommunikations- und Personalabteilungen großer, DAX notierter Konzerne, sondern auch verstärkt die der kleineren und mittleren Unternehmen (KMU). Denn motivierte Mitarbeiter und ein schnelles, erfolgreiches Recruiting begünstigen das Wachstum eines Unternehmens und schaffen Wettbewerbsvorteile. Darum erkennen immer mehr Firmen die Kraft einer Arbeitgebermarke oder Employer Brand. In einem früheren Blogbeitrag fassten wir die wichtigsten Fakten für eine erfolgreiche Arbeitgeberkommunikation zusammen. Jetzt beleuchten wir die Grundlagen eines internen und externen Employer Brandings.

Arbeitgebermarke, Team

Quelle: my-life-through-a-lens-110632-unsplash.jpg

Fundament für die Arbeitgebermarke ist eine klare Arbeitgeberpositionierung

Die Grundlage aller internen und externen Employer Branding Maßnahmen ist eine glaubwürdige und zugespitzte Arbeitgeberpositionierung, auch Employer Value Proposition (EVP) genannt. Für eine positive Differenzierung von konkurrierenden Arbeitgebern sind Fragen zu klären wie:

  • Wer sind wir?
  • Wie ticken wir?
  • Was zeichnet uns als Arbeitgeber aus und was macht uns besonders?
  • Was bieten wir unseren Mitarbeitern und was erwarten wir wiederum von ihnen?

So eine „Trüffelsuche“ kostet Zeit und Schweiß. Zudem erfordert sie auch immer ein bisschen Mut. Klar, jedes Unternehmen wünscht sich eine positiv aufgeladene Arbeitgebermarke – aber nirgends ist alles rosarot! Wer sich authentisch präsentiert, gewinnt an Glaubwürdigkeit, Vertrauen und Sympathie.

Was unterscheidet internes und externes Employer Branding?

Employer Branding richtet sich an zwei sehr unterschiedliche Fokusgruppen:

  • Interne Maßnahmen zielen auf die aktuellen Mitarbeiter.
  • Externe Maßnahmen adressieren potenzielle Kollegen.

Für die Implementierung von Employer Branding Maßnahmen lautet die wichtigste Regel: von innen nach außen. Deshalb sollte zuerst intern die Arbeitgeberpositionierung vermittelt werden, bevor ein Unternehmen nach außen sein Image kreieren und eine Arbeitgebermarke werden kann.

Arbeitgebermarke, Flutlicht Incentive

Quelle: Flutlicht GmbH

Ziele des internen Employer Brandings

Wer kontinuierlich internes Employer Branding betreibt, sorgt in erster Linie für eine bessere Beziehung zwischen den Mitarbeitern und dem Unternehmen beziehungsweise der Unternehmensführung sowie zwischen den Mitarbeitern untereinander. Das begünstigt wiederum Faktoren wie:

  • Mitarbeiterbindung
  • Loyalität der Mitarbeiter gegenüber dem Unternehmen
  • Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen
  • Bindung von Know-how und Leistungsträgern
  • Sinkende Fluktuationsraten
  • Niedrige Krankenstände

Die Marke muss den Menschen schmecken

Die Hauptkomponente für die Bildung und Stärkung einer Arbeitgebermarke ist die Kommunikation. Daraus kannst Du ganz unterschiedliche On- und Offline-Kommunikationsmaßnahmen kreieren. Egal ob mit Führungsrichtlinien, mit der Mitarbeiterzeitung, bei der Raumgestaltung oder beim Teamevent – lade Deine Kollegen immer wieder ein, Deine „Kost“ zu probieren. Damit können Deine Mitarbeiter die Arbeitgeberqualität im Alltag live erleben und das Wissen um die Unternehmenswerte im Gedächtnis behalten.

Arbeitgebermarke, Essen, Kost

Quelle: maarten-van-den-heuvel-400626-unsplash.jpg

Geht das Konzept auf, ist die Arbeitgebermarke attraktiv und authentisch. So erhältst Du nicht nur einen motivierten, zufriedenen Kollegen, sondern im besten Fall auch einen Markenbotschafter für Dein Unternehmen. Denn keine Stellenanzeige ist glaubwürdiger als die Empfehlung eines Freundes. Mündet der Tipp in eine Teambesetzung, sollten beide Seiten davon profitieren. Bei uns gibt es beispielsweise das Empfehlungsprogramm „Hire a Friend“, bei dem die Vermittlung eines neuen Mitarbeiters monetär belohnt wird. Aber auch Prämien wie ein zusätzlicher freier Tag, Wellness-Gutscheine oder ein gesponsertes Abendessen spiegeln die Wertschätzung der Kollegen für ein verkürztes Recruiting wider.

Interne Kommunikationswege können sein:

  • Mitarbeiterzeitung (online/offline)
  • Intranet
  • Social Media Kanäle
  • Newsletter
  • Betriebsversammlungen
  • Bewerbungs- und Karrieremanagement
  • Onboarding-Pakete
  • Empfehlungsmanagement
  • Benefit-Progamme
  • Guidelines & FAQs
  • Feedback-Kultur und Mitarbeiterbefragungen
  • Austrittsmanagement
  • Raum- und Arbeitsweltgestaltung
  • Events & Incentives
  • Führungsrichtlinien und -beurteilungen, Coaching
Arbeitgebermarke, Team

Quelle: rawpixel-com-250087-unsplash.jpg

Employer Branding ist Teamwork

Wer sich mit Employer Branding beschäftigt, merkt schnell: Das Thema ist nichts für Kurzstrecken-Sprinter. Für Employer Branding ist ein langer Atem notwendig. Es ist kein Projekt, sondern ein langfristiger, kontinuierlicher Prozess. Das Gute daran: Man ist nicht allein. Erfolgreich wird die Umsetzung dann, wenn sich verschiedene Köpfe aus Kommunikation, HR, Marketing sowie Agenturen eng verzahnen und sich als Team verstehen, um kontinuierlich an einer Arbeitgebermarke zu arbeiten.

In Teil 2 des Blogbeitrags befassen wir uns mit dem externen Employer Branding. Schau gerne wieder vorbei, diskutiere mit uns oder sprich uns für Unterstützung in Employer Branding Belangen an!

 

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