Leuchtschrift

PR-Traumjob: Agenturkarriere oder Unternehmen? Teil1/2

Dass die Agenturbranche Imageprobleme und generell Schwierigkeiten hat, gute Nachwuchskräfte und Mitarbeiter zu finden, ist seit einigen Jahren kein Geheimnis mehr. Warum sollte man auch eine Agenturkarriere anstreben, wenn doch in Unternehmen bei weniger Stress mehr Geld zu verdienen ist? Die Antwort scheint einfach. Aber es gibt viele Aspekte, die bei einer Entscheidung für die eine oder andere Seite zu bedenken und kritisch zu hinterfragen sind, um letztendlich seinen individuell perfekten Job zu finden.

PR-Traumjob

Wir beleuchten in unserem “Zweiteiler” einige Punkte, die dabei helfen sollen, herauszufinden, ob man eher Agentur- oder Unternehmenstyp ist und ob der potenzielle Arbeitgeber auch tatsächlich entsprechende Erwartungen erfüllen könnte. Vorab noch eine Bemerkung: Es gibt natürlich auf beiden Seiten auch “untypische” Beispiele. Selbst in größeren Unternehmen findet man heute Abteilungen und Teams, die sich wie eine Agentur anfühlen, während ein internationales Agenturnetzwerk auch einmal wie ein bürokratischer Konzern anmuten kann.

Berufseinstieg

Die Frage, wo man als zukünftiger Kommunikationsprofi seine Karriere starten sollte, können wir klar mit „in einer (guten) Agentur“ beantworten. Eigene Erfahrungen sowie umfassende Einblicke in Kommunikationsabteilungen zahlreicher Unternehmen sprechen eindeutig dafür, dass der Berufseinstieg in einer guten Agentur die bessere Wahl ist. Viele Agenturen vergeben 12-18 monatige Traineeships mit definierten Ausbildungsprogrammen, die sich nach abgeschlossenem Studium aber auch für Quereinsteiger anbieten. Im Idealfall wird der Trainee während seiner Ausbildungszeit von einem „Paten“ begleitet und ist von Anfang an festen Kundenteams zugeteilt. So lernt man von seinen Teamkollegen und von der Pike auf die komplette Klaviatur moderner Kommunikations- und PR-Skills. Mit dieser Vielfalt können die meisten Unternehmen nicht mithalten.

PR-Traumjob

Die Ausbildung in einer Agentur ist allerdings kein Spaziergang. Das parallele Arbeiten für unterschiedliche Kunden, an zahlreichen Projekten und Aufgaben erfordert neben der zu erlernenden Branchen- und Kommunikationsexpertise, viel Selbstdisziplin, gutes Zeitmanagement und ein starkes Nervenkostüm. Aber wer sich darauf einlässt, hat am Ende seiner Traineezeit einen umfangreichen Erfahrungsschatz – Kommunikations-Know-how, „Soft Skills“ wie Multitasking und Praxisbeispiele – im Gepäck, auf dem er weiter aufbauen kann. Er ist damit bestens gerüstet für den nächsten Karriereschritt, sei es auf Agentur- oder Unternehmensseite.

Aufgabenbereiche und -vielfalt 

Der Arbeitsalltag in einer Agentur ist geprägt durch ein dynamisches Umfeld und Aufgabenvielfalt. Auf Kundenseite finden sich Unternehmen unterschiedlichster Größen, Branchen und Zielgruppen, mit nationaler oder internationaler Ausrichtung. In der Regel arbeitet mal als „PR-Agent“ und Kundenberater in Teams für verschiedene Firmen mit individuellen, teilweise komplett unterschiedlichen Kommunikationsanforderungen. Eine große Bandbreite an Aufgabenschwerpunkten in der Kundenarbeit sind die Folge. So lernt und praktiziert man zahlreiche Kommunikationsdisziplinen und wächst immer wieder an neuen Projekten.

Das Aufgabenspektrum auf Unternehmensseite kann diese Vielfalt für den einzelnen Mitarbeiter in einer Kommunikationsabteilung nicht bieten. Hier ist man tendenziell langfristig auf ein bestimmtes Aufgabenportfolio festgelegt und fokussiert regelmäßig „seine“ Branche(n), Produkte und Marke(n). Während man auf Agenturseite als Dienstleister fungiert, ist man auf Unternehmensseite der „Entscheider“ und derjenige, der sich den vielen Herausforderungen der unternehmensinternen Informationsbeschaffung stellen muss.

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Teamarbeit

Wer gerne im Team arbeitet findet in Agenturen beste Voraussetzungen. Die Mitarbeiter sind Mitglieder in verschiedenen Kunden-, Projekt- und/oder Expertenteams und arbeiten in enger Abstimmung Hand in Hand. Während man sich für Ideenfindung und Brainstormings eine zweite Meinung, Proofs, BackUps oder einfach mal zum Dampf ablassen mit seinen Teamkollegen regelmäßig austauschen kann, ist man gerade in vielen Unternehmen kleiner oder mittlerer Größe Einzelkämpfer ohne entsprechenden Rückhalt und Sicherheit.

In Teil 2 unserer “Checkliste” beleuchten wir die Themen Arbeitszeiten und -belastung, Vergütung, Work-Life-Balance sowie Entwicklungsperspektiven.

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