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Social Media für B2B-Unternehmen: Wir räumen mit 5 Mythen auf

Social Media ist ein essenzieller Baustein im Kommunikationsmix. Er dient dazu, (potenzielle) Kunden, Bewerber und weitere Interessensgruppen anzusprechen sowie Reichweite und Wahrnehmung zu generieren. Viele B2B-Unternehmen haben allerdings noch Aufholbedarf hinsichtlich der Nutzung sozialer Medien. Sie sind vielleicht auf Twitter, Facebook oder YouTube vertreten, behandeln die Kanäle aber mitunter stiefmütterlich und erzielen nicht den gewünschten Erfolg. Oftmals ziehen B2B-Verantwortliche die Schlussfolgerung: Social Media bringt nichts. Das ist unserer Ansicht nach nicht richtig. Die richtige Konsequenz wäre zu fragen: Wie nutzt man Social Media für B2B-Unternehmen erfolgreich? Wie werden die verschiedenen Kanäle strategisch sinnvoll bespielt? Was mache ich bislang falsch? Wie sich Social Media für B2B-Unternehmen erfolgreich einsetzen lässt, erfahrt ihr heute auf Leuchtschrift. Dabei räumen wir mit 5 typischen Mythen auf.

Social Media für B2B-Unternehmen, Menschen

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1) B2B ist langweilig? Bei weitem nicht!

Natürlich scheinen viele B2B-Themen auf den ersten Blick etwas eintönig. Auf den zweiten Blick allerdings kann sich das schnell ändern. Ein Beispiel: Eine Firma stellt Sensoren her. Per se kein besonders aufregendes Produkt. Setzt man es allerdings in einen passenden Kontext, sieht es schon ganz anders aus. Zum Beispiel beim Einsatz in der Landwirtschaft, etwa beim Weinbau: Dort sammeln Sensoren wertvolle Klima- und Boden-Daten, auf Basis deren Analyse der Winzer seine Maßnahmen perfekt auf die Reben abstimmen und so die Ernte optimieren kann.

Social Media für B2B-Unternehmen, Berg, Aussicht

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Das heißt für die (Social Media) Kommunikation: Der Sensor alleine ist nur für eine begrenze Zielgruppe interessant. Um mehr Aufmerksamkeit zu erzielen, gilt es, einen spannenden Kommunikationsaufhänger zu finden, der eine breitere Zielgruppe anspricht – in unserem Fall der smarte Weinbau als Use Case.

Tipps:

  • Werdet kreativ und eruiert einen produktunabhängigen News-Hook, der Spannung verspricht.
  • Nutzt Anwenderszenarien (Use Cases), die euer Produkt greifbarer werden lassen.
  • Erstellt passenden Content für eure Webseite bzw. Landingpages oder euer Blog.
  • Verweist über Social Media Posts auf den Content, um Traffic zu generieren.

Dabei gilt: Hochwertiger Content stellt die Basis für eine erfolgreiche Social Media Kommunikation und damit für Reichweite dar. Der Content sollte sich durch folgende Kriterien auszeichnen:

  • Relevant für eure Zielgruppen/potenzielle Kunden
  • Gut aufbereitet – zum Beispiel mit Infografiken, Bildern und Videos
  • Spannend und mehrwertig

2) Maschinen statt Menschen? Das muss nicht sein.

Gerade in der Fertigungsindustrie, oftmals mittelständische B2B-Unternehmen, stehen Produktion, Maschinen und Prozesse im Vordergrund – auch in der Kommunikation. Die Menschen dahinter kommen häufig viel zu selten ins Spiel. Zu Unrecht. Denn nicht jede Zielgruppe fühlt sich alleine durch Produkte oder Maschinen abgeholt. Ganz im Gegenteil: Zu einer Kaufentscheidung führen häufig keine trockenen Details, sondern emotionale Werte. Werte, über die sich der potenzielle Käufer mit einer Marke identifiziert und die sehr gut von Menschen bzw. Mitarbeitern transportiert werden können.

Tipps:

  • Von industriellen Produkten oder Maschinen fühlen sich spitze Zielgruppen angesprochen. Um jedoch eine breitere Schicht an Usern „abzuholen“, gilt es, den Brand zu emotionalisieren.
  • Eliminiert die Distanz zu eurer Zielgruppe und nutzt Menschen für die (Social Media) Kommunikation – schafft Emotionen! Verleiht eurem Unternehmen ein Gesicht!
  • Schreibt Artikel oder Posts in der „Wir“-Form.
  • Personalisiert Content Pieces oder Posts: schreibt eine Person aus eurem Unternehmen darunter, nicht nur euren Brand-Namen. Achtung: Diese Person muss offizieller Sprecher sein.
  • Lasst die Kundenservice-Mitarbeiter etwa auf euren für den Support genutzten Social Media-Plattformen mit ihren Namen kommunizieren – das schafft ebenfalls Nähe. Um nicht den kompletten Namen preiszugeben, könnt ihr das mit dem Vornamen und dem ersten Buchstaben des Nachnamens lösen, z.B.: „Max M.“.

3) Social Media kann jeder? Weit gefehlt.

Für eine professionelle Social Media-Kommunikation brauchst du einen Social Media-Profi. Es ist ein Unterschied, ob jemand privat per Messenger schreibt, Facebook Posts kommentiert und twittert oder ob es um eine professionelle und strategisch ausgerichtete Kommunikation eines Unternehmens geht. Ein privater Social Media-Nerd ist nicht zwangsweise der passende Social Media-Experte für dein Unternehmen. Und wer sich in der betreffenden Branche auskennt, muss nicht gleich ein Social Media-Experte sein.

Social Media für B2B-Unternehmen, Smartphone

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Im Klartext heißt das: Die richtigen Mitarbeiter im Kommunikations- bzw. Social Media-Team sind erfolgsentscheidend. Natürlich sollten sie Grundkenntnisse in der Branche haben. Aber sie sollten vor allem Kommunikations- bzw. Social Media-Profis sein.

Mit einer zielgerichteten Employer Branding Strategie könnt ihr es schaffen, passende Talente zu finden und für euer Unternehmen zu begeistern.

Tipps:

  • Es geht nicht nur darum, regelmäßig Posts zu verfassen. Hinter einer professionellen Social Media-Kommunikation steht viel, viel mehr. Nur ein Profi, der sich in der Social Media-Welt auskennt, seine Werkzeuge kennt und entsprechende Erfahrungen vorweisen kann, wird es schaffen, eure Kanäle zu beleben und Traffic zu generieren.
  • B2B-Themen sind oft erklärungsbedürftig. Sucht euch Mitarbeiter, die komplexe Sachverhalte sprachlich auf ein allgemeinverständliches Niveau bringen können.
  • Legt bei der Mitarbeitersuche Wert darauf, dass die Bewerber kreativ sind und aus trockenen Fakten spannende Geschichten entwickeln können – Stichwort Storytelling.
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Um eure Kommunikation einschließlich Social Media zu professionalisieren, kann zudem eine Kommunikationsagentur helfen. Dort steht ein Team aus Profis zur Verfügung, die euch sowohl hinsichtlich der Strategie als auch Umsetzung einschließlich der Erstellung von Content, (Bewegt-) Bildern oder Infografiken unterstützen können.

4) Alles, was zählt, sind Leads? Leider falsch.

Viele B2B-Unternehmen haben genau einen Fokus: Leads, Leads und nochmal Leads. Bei Social Media ist diese Taktik alleine leider nicht unbedingt zielführend.

Social Media für B2B-Unternehmen, Leads

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Engagement, Interaktion und Gesicht zeigen stehen hier vielmehr an erster Stelle. Die primären Ziele von Social Media für B2B-Unternehmen sind:

  • Brand Awareness
  • Meinungsführerschaft
  • Employer Branding

Erst an nächster Stelle kommen die Leads. Sie stellen ein nettes Nebenprodukt deiner Social Media-Aktivitäten sowie ein übergeordnetes Marketingziel dar.

Tipps:

  • Konzentriere dich in erster Linie darauf, über Social Media Awareness zu schaffen und Interaktion zu initiieren sowie deinem Unternehmen für potenzielle Mitarbeiter ein Gesicht zu verleihen.
  • Die Leadgenerierung ist extrem wichtig für jedes B2B-Unternehmen – keine Frage. Behalte sie deshalb unbedingt immer im Hinterkopf. Aber: Das Thema ist weit komplexer als eine reine Ansprache potenzieller Kunden über Social Media. Deshalb solltest du die Gewinnung qualifizierter Kontakte ganzheitlich und in Kooperation mit der Marketing- und Vertriebsabteilung angehen.

5) Influencer sind nur für das B2C-Umfeld relevant? Auf keinen Fall!

Influencer Relations sind in aller Munde. Auch wenn damit vor allem Modepüppchen, Kosmetiksternchen oder passionierte Traveller in Verbindung gebracht werden, spielt der Einsatz von Influencern durchaus auch im B2B-Umfeld eine wichtige Rolle.

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Zu B2B-Influencern zählen zum Beispiel:

  • Branchenexperten
  • Analysten
  • Meinungsführer
  • Unternehmensvertreter mit hoher (Social Media) Reichweite
  • Mitarbeiter

Die Influencer dienen als wichtige Multiplikatoren, um in den sozialen Medien auf deinen Brand aufmerksam zu machen und mehr Reichweite zu generieren.

Tipps:

  • Unterschätze die Macht deiner Mitarbeiter nicht. Sie können die besten Markenbotschafter sein. Nutze sie und setze sie als Fürsprecher (Corporate Influencer) für dein Unternehmen in der Social Media-Kommunikation ein.
  • Meinungsführer aus der B2B-Branche lieben LinkedIn. Dies belegen aktuelle Zahlen: 58 Prozent der CEOs sind dort vertreten. Beziehe deshalb unbedingt LinkedIn in deine Kommunikationsstrategie mit ein. Übrigens: LinkedIn eignet sich auch für die Leadgenerierung.

Social Media für B2B-Unternehmen: Mehr Sichtbarkeit!

Die sozialen Medien spielen im B2B-Bereich eine wichtige Rolle, um Aufmerksamkeit für einen Brand sowie für Produkte und Dienstleistungen zu generieren. Ein Großteil der Entscheider informiert sich heutzutage über Social Media. Wer dort nicht vertreten ist, entzieht sich einem potenziellen Käuferkreis.

B2B-Unternehmen, die soziale Medien nicht auf dem Schirm haben oder noch stiefmütterlich behandeln, legen wir deshalb ans Herz: Professionalisiert euch und etabliert eine detaillierte Social Media-Strategie im Rahmen eures 360 Grad Kommunikationsmix‘. Damit schafft ihr mehr Sichtbarkeit, und es gehen euch keine wertvollen Kontakte verloren.

 

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