Leuchtschrift

IFA Previews – harter Wettbewerb um die Vorberichterstattung

Anfang September öffnet die IFA traditionell ihre Pforten am Berliner Messegelände. Zu sehen gibt es alles, was im Bereich Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte neu und trendy ist. Längst wirft das Großereignis seine langen Schatten voraus – insbesondere für die Medien, die so frühzeitig wie möglich an den Ausstellungshighlights interessiert sind.

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Etabliert haben sich mittlerweile zwei Preview Veranstaltungen exklusiv für die Presse, wobei der IFA-eigene Event in Berlin eine wesentlich kürzere Historie hat als die vom High-Tech Presseclub organisierten Vorschauen in Hamburg und München. Es ist kein Geheimnis, dass die beiden Veranstalter nicht besonders gut harmonieren, adressieren sie doch die gleiche (Medien)Zielgruppe und stehen zudem im harten Wettbewerb um die (zahlenden) Ausstellerunternehmen.

Wir haben uns in diesem Jahr auf beiden Events umgesehen. Die IFA Preview Berlin am 10. und 11. Juli im bcc Berlin bot ein reichhaltiges Programm an 20-minütigen Powerbriefings der Aussteller. Der Fokus lag ganz klar auf den Themen Fernseher und Haushaltsgeräte (weiße Ware) mit Unternehmen wie AEG, Bosch, DeLonghi, dyson, LG, Melitta, Philips, Siemens, Toshiba oder WMF. Dies spiegelte sich auch bei den anwesenden Medienvertretern vor Ort wieder. Klassische ITK Journalisten waren klar in der Unterzahl.

Ganz anders auf den Preview Events des High Tech Presseclubs, die am 08. und 09. Juli in München sowie am 16. und 17. Juli in Hamburg stattfanden. Neben lokalen TV- und Tages-Medien fand sich dort auch verstärkt die Technikpresse ein. Und auch die teilnehmenden Unternehmen unterschieden sich, wohl auch weil kaum ein Aussteller das Budget für beide Events in der Portokasse hatte. Mit unter anderen Benq, Ericsson, Fraunhofer, Garmin, Gigaset, Huawei, htc, Intel oder der Telekom waren eine ganze Anzahl klassischer ITK Firmen am Start.

Fazit?

Es gibt kein klares für und wider. Beide Angebote haben Stärken und Schwächen. Hersteller aus den Segmenten TV oder Haushaltswaren sind in Berlin besser aufgehoben, während PC Hersteller ihre Zielgruppe in Hamburg und München eher erreichen. Der High Tech Presseclub ist ein Event von Journalisten für Journalisten und so mancher Pressevertreter fühlte sich hier etwas besser aufgehoben und verstanden. Allerdings fehlt dem ganzen so ein wenig Frische und belebende Elemente. Man weiß, was man bekommt, erlebt aber keine Überraschungen – weder positiv noch negativ.

Die Berliner Preview wirkte insgesamt etwas professioneller und perfekter durchorganisiert in einer angenehmen und einladenden Location. Unverständlich allerdings, weshalb die Veranstalter die Agenda erst einen Tag vor Beginn versenden konnten und auch eine Teilnehmerliste war im Anschluss nicht zu bekommen.

Generell kann man sagen, dass ohne gute News und interessante Ausstellung keine der beiden Events automatisch einen Interessenshype garantiert. Dort, wo nichts brandneues zu entdecken war, blieb die Besucherzahl eher überschaubar.

Wir sind gespannt wie es weitergeht im Preview-Wettbewerb – kann es nur eine geben oder ist bequem Platz für zwei?

 

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