Leuchtschrift

Pin it („pinn es an“): Bildersharing im virtuellen Pinboard

Wer kennt sie nicht? Die gute alte Pinnwand aus Kork! Ein amerikanisches Unternehmen nutzt seit März 2010 für das Online-Netzwerk Pinterest die gleiche Grundidee, allerdings ganz zeitgemäß in der Web 2.0 Variante. Dabei bietet die Online-Pinnwand einen Hingucker nach dem anderen, denn die User von Pinterest mögen vor allem eines: Bilder, Bilder und nochmals Bilder! Dementsprechend groß ist die Fotovielfalt und es gibt viel zu sehen.

 

Die Idee, die hinter Pinterest steckt ist simpel: Jeder User kann seine (visuellen) Netzfundstücke teilen und an eine virtuelle Pinnwand heften. Die Macher von Pinterest wollen damit vor allem die etablierte „Sharing-Mentalität“ fördern, die vielen Blogs oder sozialen Netzwerken wie YouTube, Tumblr oder Flickr schon lange zu eigen ist. Und der Weg dahin ist denkbar einfach. Nach der Anmeldung und Registrierung auf Pinterest sorgt ein installierter Mini-Script im Browser für die notwendige technische Unterstützung. So können die User jedes im Internet „gefundene“ Video oder Bild mit einem Klick per „Pin it“-Button auf der Online Pinnwand veröffentlichen.

 

Bunte Lesezeichensammlungen im Katalogstil

Die Startseite gliedert sich gut übersichtlich in einen 5-Block Stil auf und die einzelnen Spalten wirken recht aufgeräumt. Sortiert werden die Bilder in Alben, den sogenannten Boards. Wer möchte, kann aber auch Eigeninitiative zeigen und seine Fundstücke in selbstbenannte Sammlungen verfrachten. Außerdem findet man genügend Netzfundstücke anderer Mitglieder auf Pinterest wieder ­–teilweise mit absurden Themenschlagwörtern versehen – sofern die Pinnwandsammlung für alle User freigegeben wurde. Apropos finden: Die Nutzer können die Boards abonnieren und werden über Neuentdeckungen zu ihrem Lieblingsthema gleich informiert. Sollte ein anderes Mitglied ein besonders guter Sammler sein, kann man dieser Person folgen. Das kennt man ja schon sehr gut von anderen Social Media Plattformen.

Quelle: Pinterest

Pinterest ist ein Purist, zumindest was die weitere Funktionalität betrifft. Für die geposteten Inhalte gibt es die Optionen „Repin“, „Like“ und „Comment“. Das erinnert ein wenig an den Platzhirsch der SoMe-Plattformen, Facebook. Pinterest ist insgesamt jedoch um einiges karger ausgestattet. Die Fans der Online Pinnwand stören sich allerdings nicht an diesem Umstand. Das Portal zeichnet sich als Inspirationsquelle aus, ohne die User mit Informationen und Funktionalitäten zu überfrachten. Das ist von den Pinterest-Machern auch durchaus so gewollt.

 

Augenschmaus und Hype-Alarm

Insbesondere die weibliche Netzgemeinde scheint begeistert zu sein und böse Zungen behaupten, der Content spiegelt derzeit auch exakt die Vorlieben und Interessen dieser sehr aktiven Zielgruppe wieder. Themen wie Interieur, Fashion und Design scheinen auf den ersten Blick zu dominieren. Schaut man aber etwas genauer hin, gibt es weitaus mehr zu entdecken. Dabei stehen auch die männlichen Fans dann nicht hinten an.

Um das englischsprachige Portal Pinterest ist mittlerweile ein wahrer Hype entstanden. Das Time Magazin quittierte das enorme Interesse an der Plattform wohlwollend und wählte das Social Media Netzwerk unter die Top 50 der besten Netzseiten 2011. Auch der Alexa Traffic Rank ist beachtlich, global betrachtet landet www.pinterest.com derzeit auf Platz 76 und im nationalen US-Ranking auf Platz 16. (Stand 29.2.2012 via http://www.alexa.com/siteinfo/pinterest.com )

Pinterest Logo

Pinterest hat sich auch bei deutschen Usern zu einer vielbesuchten Favoriten-Seite gemausert. Optisch macht die Seite dank der Hochglanzbilderflut einiges her und man kann stundenlang auf Entdeckungsreise gehen. Auch die Herzen der Marketingexperten dürften einen Takt schneller schlagen, bietet Pinterest doch grandiose Möglichkeiten Productplacement in einer visuell überaus ansprechenden Form zu nutzen, die darüber hinaus mit einer ausgezeichneten Viralität glänzt. Vorsicht ist allerdings geboten, wenn man selbst aktiv mitmacht. Denn Bilder auf Pinterest zu posten kann hierzulande richtig teuer werden. Das deutsche Urheberrecht funktioniert anders als in den USA. Die unerlaubte Nutzung von Bildmaterial kann dann richtig Geld kosten. Ein ausführlicher Hintergrundbericht im Magazin Spiegel klärt über diese Gefahren auf. Bevor man sich also auf die virtuelle Pinnwand stürzt, sollte man diese Informationen erst einmal gründlich lesen. Das erspart im Zweifel unnötige Abmahnkosten! 😉

Weitere interessante Artikel zu Pinterest finden sich in

–          Der Süddeutschen

–          Dem Time Magazin

–          Im Blog der Webathleten

 

Auch wir bei Flutlicht „pinnen“ seit Kurzem. Wer einen Blick riskieren möchte, der ist herzlich auf unsere Flutlicht Pinnwand eingeladen. Es gibt schon einiges zu entdecken. Viel Spaß beim Stöbern!

Flutlicht@Pinterest

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