Leuchtschrift

CES 2015: Im fahrerlosen Auto nach ‘Fabulous L.V.‘

Autonome ‚Connected Cars‘, intelligente eigene vier Wände, Mixer und Kühlschränke, noch schlauere Uhren und Armbänder, schwebende Lautsprecher, gebogene Smartphones, Quantum Dot Displays, knopfgroße Computer… all dies und mehr gab es in den vergangenen Tagen auf der CES zu bestaunen. Von witzigen Gadgets bis zu handfesten digitalen Innovationen mit gehörig disruptivem Potenzial wird eines klar: die gesamte vernetzte Technikwelt nimmt in 2015 gehörig an Fahrt auf!

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Auch wenn jüngst in der Wüste Nevadas nur selbstfahrende Autos von Mercedes und Audi den vielen anderen digitalen Innovationen medial irgendwie die Show gestohlen haben, unterstreicht die jährliche Hightech Leistungsschau in ‘Fabulous Las Vegas‘ dennoch, dass ein Leben „non digital“ künftig immer schwieriger zu sein dürfte. Digitale Technologien werden immer rasanter und vielschichtiger integraler Teil unseres Lebens. Bereits Ende 2014 attestierte die BITKOM, dass für fast drei Viertel der Bundesbürger Computer, Smartphone und Internet bereits unverzichtbar geworden sind – Tendenz steigend.

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Doch nicht nur das Consumer Umfeld wird digital immer mehr vereinnahmt, im gleichen Atemzug auch nahezu alle professionellen, industriellen Bereiche. Hinter Buzzwords wie Industrie 4.0, IoT und Big Data verbirgt sich enormes Potenzial, welches schon in den nächsten fünf Jahren in großem Maße erschlossen und gehoben werden könnte. So kalkulieren Marktbeobachter bis 2020 IoT-bezogene Services im Wert von 263 Milliarden Dollar weltweit. Rund 25 Milliarden dedizierte physische Objekte werden über Embedded Technology im Internet miteinander verbunden sein und eine Flut immer präziserer Daten verursachen. Allerdings werden laut einer Gartner-Prognose in diesem Jahr nicht einmal ein Fünftel der Fortune-500-Unternehmen in der Lage sein, die vielgerühmte Big Data tatsächlich für das Business zu analysieren und entsprechend nutzen. Umso entscheidender werden künftig Techniken und Methoden in der Datenanalyse und im Datenmanagement, um wertige, strukturierte Daten rasch zu ermitteln – sei es im Marketing und Vertrieb, in der Logistik oder in der Produktion.

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Interessant wird dabei nicht nur, wie IT-Anbieter auf diese Entwicklung reagieren werden, sondern vielmehr wie sich die Investitionsbereitschaft der Unternehmen diesbezüglich entwickelt. Denn, wer die Wachstumsthemen 2015 nur auf der Technologie-Seite positioniert, hat bereist verloren. Industrie 4.0 & Co. verlangen vielschichtig ausgeprägte Kompetenzen, auch mit Blick auf Branchen-Insights, Prozessneuausrichtung und Integrationsbereitschaft von Innovationstechnologien in bestehende Infrastrukturen. Also, hallo Zukunft – auf ins dritte IT-Zeitalter!

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