Leuchtschrift

König Fußball regiert – auch in der Kommunikation!

Abendliche Sommerhitze in Deutschland. Gebannte Stille. Dann ein leises Rufen, ein Aufschrei, ein Crescendo – TOR TOR TOOOOOOOR! Die Zitterpartie wird zum Befreiungsschlag und wildfremde Leute fallen sich jubelnd in die Arme. Die nächsten Stunden wird es kein anderes Thema mehr geben als dieses Spiel, dieses Tor, dieser Schuss. Fußballlaien werden darüber dozieren, wie der Torschütze fast ins Abseits gelaufen wäre, Fußballkenner danebenstehen und nicken, bis sie selbst das Wort ergreifen. Und morgens in der U-Bahn, diesem Ort des gegenseitigen Anschweigens,  reicht die Frage „Wie ist das Spiel ausgegangen?“, um herzliche, lebhafte Gespräche hervorzurufen – vorausgesetzt, man kann zunächst eine gute Ausrede vorweisen, warum man nicht selbst geschaut hat.

 

Fußball ist Kommunikation, Leidenschaft und Gemeinschaftsgefühl. Fußball verbindet. Selbst Leute, die sich nicht im Geringsten für Fußball interessieren, können sich bei den Großereignissen WM oder EM nicht dem Sog entziehen. Die Begeisterung schlägt Wellen und reißt einfach jeden mit. Anders als andere Hypes flaut sie dabei nicht im Laufe der Zeit ab, sondern wird immer stärker: Je weiter eine Mannschaft kommt, desto mehr Leute sind begeistert. Steht das eigene Land im Finale, gibt es kein Halten mehr. Das Wir-Gefühl, das der Spitzenfußball mit sich bringt, ist so stark, dass es auch Leute verbindet, die nicht für das gleiche Land sind. Es ist die Begeisterung für den Sport an sich, das Mitfiebern und die Aufregung, die Europa- und Weltmeisterschaften zu etwas Besonderem machen.

Auch die Länder, die momentan als Sinnbilder für die Euro-Krise stehen, werden vorübergehend in einem anderen Licht wahrgenommen. Auf den Schultern der Spieler von Griechenland und Spanien liegt die Verantwortung, ihr Land gut zu präsentieren. Jedes erzielte Tor wird bejubelt und macht Mut, dass es nicht nur im Sport, sondern auch in der Wirtschaft bald wieder aufwärts geht. So überträgt sich die Leidenschaft von einem Bereich auf den anderen.

 

Quelle: taz

Quelle: taz

 

Natürlich ist auch bei uns in der Agentur das runde Leder überall präsent. Der erste Weg führt morgens in die Küche, um die Ergebnisse des internen Tippspiels einzusehen. Bei allen Gesprächen ist Fußball derzeit der perfekte Türöffner. Ob mit der freundlichen Verkäuferin oder mit Medien und Kundenpartnern, statt über Wetter und Urlaub sprechen wir über die Ergebnisse des letzten Spieltages. Das Ganze gipfelt in einem geradezu professionell aufgezogenen Tippspiel, bei dem täglich mit Spannung auf die neuen Ranglistenstände gewartet wird. Und knappe Vorrundensiegerin wurde kein Experte, sondern eine ExpertIN!

Und auch heute Abend heißt es wieder mitfiebern und Daumen halten, wenn die deutsche Mannschaft gegen das griechische Abwehrbollwerk antritt. Vielleicht geht die Reise und Begeisterung ja noch ein wenig weiter.

Und wenn am 01. Juli dann alles vorbei ist, lassen wir uns noch eine Weile vom Hochgefühl tragen – und freuen uns auf die nächste WM 2014.

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